Dreamscapes: Ein Masterclass mit Onsi Abou Seif
- > Samstag, 25 April 2026 · 17:00 | SİNEMA TRANSTOPIA |
Im Film sind Schauplätze niemals nur Kulissen. Sie sind Akteure mit einem eigenen Leben, sie erzählen Geschichten in einer ganz eigenen Ästhetik und Sprache, sie schaffen Räume, in denen sich Erzählungen entfalten und die Handlung Gestalt annimmt. Wenn Kino, wie Federico Fellini einmal sagte, die Sprache der Träume ist, dann ist das Bühnenbild die Architektur und Landschaft dieser Träume.
In der Geschichte des arabischen Kinos erlangten nur wenige Künstler:innen Bekanntheit und Anerkennung durch ihre meisterhaft gestalteten Bühnenbilder und Kulissen, mit deren Hilfe auf eindrucksvolle Art Gedanken und Emotionen zum Ausdruck gebracht und Träumen Substanz verliehen werden konnte. An erster Stelle steht der visionäre ägyptische Bühnenbildner Onsi Abou Seif, den ALFILM in diesem Jahr als Ehrengast der 17. Festival-Ausgabe feiert und seine künstlerische Brillanz und seine bemerkenswerte Karriere würdigt.
In dieser Masterclass führt uns Abou Seif durch seine Karriere als Setdesigner und Kostüm- und Bühnenbildner. Er wird dabei über seine Zusammenarbeit mit den Pionieren des ägyptischen Kinos, wie Shadi Abdel Salam (1930–1986), Youssef Chahine (1926–2008) und Tawfik Saleh (1926–2013), reflektieren, und Einblicke in seine Arbeit mit bedeutenden Regisseuren der nachfolgenden Generationen, wie Daoud Abdel Sayed (1946–2025), Khairy Beshara, Yousry Nasrallah, Sherif Arafa und Marwan Hamed, geben. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg hat Abou Seif die visuelle Welt von Filmen geprägt, die bis heute als Meilensteine des ägyptischen und arabischen Kinos gelten.
Diese Masterclass steht allen offen: Filmemacher:innen, Filmkünstler:innen, Wissenschaftler:innen und (Film-)Historiker:innen sowie Interessierten, die sich für arabisches Kino und die Kunst des Set- und Produktionsdesigns begeistern.
Die Masterclass wird auf Arabisch mit englischer Simultanübersetzung stattfinden.
Kuratiert und moderiert von Iskandar Abdalla
In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

